Erntezeit

von Uwe van Hoorn

Den letzten Tag im September nutzte die Naturschutzjugend Essen-Mülheim für ihren Obstwiesentag, an dem traditionell mit Besuchern die Apfelernte auf eine ihrer Streuobstwiesen erfolgt. Diesmal bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen.  Die Stimmung war gelöst und es wurden Äpfel, Birnen und Quitten geerntet, die die Besucher in „haushaltsüblichen“ Mengen kaufen konnten. Die Masse der Früchte geht aber in die Mosterei, wo sie zum köstlichen Streuobstwiesenapfelsaft verarbeitet werden. Die vielen Kinder konnten aber auch an einer Apfelsaftpresse selber Saft herstellen, Stockbrot überm Feuer backen, Schafe streicheln,  oder an einem Trommelworkshop teilnehmen. Ein toller Tag für Jung und Alt.

Geerntet haben in unserer Siedlung auch die Rabenkrähen: Durch den warmen Sommer gab es eine Massenvermehrung der Wiesenschnaken (auch Schneider genannt). Die Larven haben in vielen Gärten dem geliebten Rasen die Wurzeln abgefressen, was den durch die Hitze geschwächten Pflanzen nicht gut bekommen ist. Die Rabenkrähen, ja sonst von vielen Menschen argwöhnisch beäugt, wollten endlich mal Gutes für die Menschen tun und „ernteten“ die fetten Larven. Die unwissenden Menschen haben nur wahrgenommen, dass die Rabenkrähen ihren heiligen Rasen aufgehackt haben und schon war es wieder nix mit dem positiven Ansehen. Manche können auch nix richtig machen.  ;-)

Es gibt doch weiterhin Veröffentlichungen, da Susanne Hölter die Serie "Am Wegesrand" in den Werdener Nachrichten fortführt.

Allen Lesern einen entspannten Herbst mit vielen schönen Stunden in der Natur.

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