Wintervögel und Jugendbewegung

von Uwe van Hoorn

Das Titelbild der Kraniche im Schneegestöber entstand vor längerer Zeit bei Linum in Brandenburg. Nach der Stippvisite, die der Winter jetzt im Ruhrgebiet gegeben hat, kann man schon in wenigen Wochen mit der Rückkehr der ersten Kraniche aus den Winterquartieren in Frankreich und Spanien rechnen.

Das der Kranich zu den Gewinnerarten der letzten Jahre in der Vogelwelt zählt, ist auf die vielen Schutzmaßnahmen für diese Art zurückzuführen. Ähnliches gilt für Wanderfalke, Schwarzstorch, Uhu, Fischadler, … . Mit hohem Personal- und Geldaufwand ist erreicht worden, dass diese Arten sich im Bestand stabilisieren.

Und die restliche Vogelwelt? Man mag über die „Vogelstunden“ des NABU denken was man will, eines zeigen sie eindrucksvoll: viele Gartenvogelarten gehen in den Beständen dramatisch zurück. Vom „Vogel des Jahres“, der Feldlerche, ganz zu schweigen. Insgesamt ist es um die Feld- und Wiesenvögel noch schlechter bestellt als um die Besucher in unserem Garten.

Eine meiner Lieblingsvogelarten, der Gimpel / Dompfaff ist bei der jüngsten Wintervogelzählung bundesweit um 48% gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, in NRW um 37% und in Essen um 42%. Und dies deckt sich eindeutig mit meinen eigenen Beobachtungen. Erschreckend!

Die Panik der jungen Umweltaktivistin Greta Thunberg aus Schweden bezüglich der Ignoranz der Mächtigen angesichts von Klimaveränderung und Artensterben kann ich gut verstehen. Und ich hoffe sehr, dass die von ihr initiierte Aktion Fridays for Future“ zu einer neuen großen Jugendbewegung wird. Es geht um die Zukunft der heutigen Jugendlichen und Kinder!

Wir alle sollten die Jugend bei diesen Aktionen unterstützen! Es ist unsere Pflicht ihnen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen!

Gimpelpaar am Futtersilo

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